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Seriösen KI-Dienstleister finden: was Sie vorab prüfen und im Gespräch klären

Sie suchen zum ersten Mal einen KI-Dienstleister und wissen nicht, wen Sie ansprechen sollen. Hier steht, was Sie vor dem ersten Gespräch selbst prüfen und welche 7 Punkte Sie darin klären.

Was Sie vor dem ersten Gespräch selbst prüfen

Die Registerangaben auf dem Profil stammen aus dem Impressum und sind nicht gegen das amtliche Register geprüft. Ob es den Betrieb gibt, sehen Sie dort.

Das Häkchen „verifiziert“ heißt: Der Betrieb hat im Konto bestätigt, dass die Domain ihm gehört. Es sagt, wer hinter dem Eintrag steht, nicht, wie gut er arbeitet. Referenzen und Qualifikation prüfen wir nicht (Verifizierung).

7 Punkte für das erste Gespräch

Das BAFA rät in seinem Merkblatt zur Beraterauswahl, mit mindestens zwei Anbietern zu sprechen und schriftliche Angebote zu vergleichen. Das Vorgespräch sollte nach demselben Merkblatt kostenfrei sein.

Wer am Ende welche Pflichten aus dem AI Act trägt, klären Sie im Angebot. Was für Betriebe gilt, die KI nur nutzen: AI-Act-Pflichten.

Warnzeichen aus dem BAFA-Merkblatt

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle warnt Betriebe, die einen Berater suchen, vor drei Mustern. Sie gelten für KI-Projekte genauso:

Zum Honorar schreibt das Merkblatt, Tageshonorare von Unternehmensberatern variierten „zwischen 600 Euro und 5.000 Euro pro Tag“. Das ist die Spanne für Unternehmensberatung insgesamt; für KI-Projekte stehen Erfahrungswerte im Kostenrahmen. Zeichen, die erst im Angebot auffallen, sammelt Angebot prüfen.

Wo Sie Kandidaten finden

Das Register führt aktuell über 7.200 KI-Dienstleister in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Stand 23.10.2026), täglich kommen neue dazu. Sie wählen Leistungsfeld, Region und Stadt; verifizierte Einträge stehen vorn, und für den Platz in der Liste zahlt kein Betrieb.

Das BAFA-Merkblatt nennt außerdem Empfehlungen aus dem eigenen Netzwerk, Ihre Kammer und Ihren Berufs- oder Branchenverband. Die Mittelstand-Digital Zentren beraten kostenlos und anbieterneutral, laufen aber aus: Viele haben ihre Förderung 2026 schon beendet. Fragen Sie beim Zentrum Ihrer Region nach, ob es noch arbeitet.

Wenn die Beratung gefördert werden soll

Die BAFA-Beratungsförderung bezuschusst Beratungskosten bis 3.500 € netto. Zwei Bedingungen betreffen die Auswahl: Der Berater muss beim BAFA registriert sein, und den Vertrag schließen Sie erst nach dem Informationsschreiben der Leitstelle. Schon die Unterschrift gilt als Beginn der Beratung; was vorher begonnen hat, wird nicht gefördert.

Fragen Sie deshalb im ersten Gespräch, ob der Anbieter registriert ist. Gefördert wird Beratung, nicht die Umsetzung, und keine Beratung, die auf den Kauf der eigenen Produkte des Beraters zielt. Andere Programme nach Land und Betriebsgröße: Förderung.

Anbieter im Register suchen

Wählen Sie Leistungsfeld und Region und sprechen Sie mit zwei bis drei Betrieben. Oder beschreiben Sie Ihr Vorhaben in einer Anfrage; passende Betriebe melden sich, die Anfrage kostet nichts.

Leistungsfeld Beratung & Consulting

Häufige Fragen

Wie viele Angebote sollte ich einholen?

Zwei bis drei. Das BAFA-Merkblatt zur Beraterauswahl rät, mit mindestens zwei Anbietern zu sprechen und schriftliche Angebote zu vergleichen. Wie Sie sie nebeneinanderlegen: Angebote vergleichen.

Was kostet ein Tag KI-Beratung?

Der Kostenrahmen nennt je Tag netto 700–1.200 € für eine Einzelperson, 1.400–2.200 € für eine mittelstandsnahe Beratung, große Beratungshäuser ab 2.000 €. Das BAFA-Merkblatt nennt für Unternehmensberatung allgemein 600 bis 5.000 € pro Tag.

Woran erkenne ich einen seriösen KI-Dienstleister?

An prüfbaren Angaben: Impressum mit Firma und Registereintrag, Referenzen aus Ihrer Branche, mit denen Sie sprechen dürfen, ein schriftliches Angebot mit Umfang und Abnahme. Vorsicht bei günstigen Pauschal-Analysen mit teurer Anschlussberatung und bei Angeboten, um die Sie nicht gebeten haben.

Brauche ich für die Förderung einen bestimmten Berater?

Für den BAFA-Zuschuss ja: Der Berater muss beim BAFA registriert sein, und den Vertrag schließen Sie erst nach dem Informationsschreiben der Leitstelle. Andere Programme haben eigene Regeln; sie stehen unter Förderung.

Was heißt „verifiziert“ im Register?

Der Betrieb hat im Konto bestätigt, dass die Domain ihm gehört. Das sagt, wer hinter dem Eintrag steht. Ob er gut arbeitet, prüft das Register nicht; das klären Sie über Referenzen und das Gespräch.

Quellen

  1. Merkblatt „Hinweise für KMU zur Beraterauswahl“ (Stand 01.01.2023) BAFA, bereitgestellt von der Leitstelle für Gewerbeförderungsmittel des Bundes, abgerufen am 17.10.2026
  2. Förderrichtlinie „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ vom 14.12.2022 (BAnz AT 23.12.2022 B1) in der Fassung vom 12.12.2024, konsolidiert Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, bereitgestellt von der Leitstelle für Gewerbeförderungsmittel des Bundes, abgerufen am 17.10.2026
  3. Förderung von Unternehmensberatungen für KMU, Programmseite Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), abgerufen am 17.10.2026

Stand 17.10.2026. Die Warnzeichen und die Honorarspanne stammen aus dem BAFA-Merkblatt, die Tagessätze sind Erfahrungswerte aus dem Kostenrahmen. Das Register nimmt keine Provision auf Aufträge.